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Folge 5

 ...erst wusste ich nicht wie ich regieren sollte, aber ich lies es zu. Wir gingen hinaus und erst jetzt fiel mir auf wie warm es war. Langsam gingen wir zu Svens Auto. Die weiblichen Fans schauten erst rüber, dann tuschelten sie, bevor sie schnell zu Svens Auto liefen um uns abzupassen.  Anscheinend kannten sie sich dort sehr gut aus und wussten genau welches Auto zu ihrem Star gehörte, denn sie waren eher dort, als wir.  Während Oliver, immer noch benommen, sich erst auf die Rückband setzte, legte er sich fast zeitgleich hin. Er sah müde aus und schloss die Augen. Sven, der leicht genervt von den ständigen Autogramm wünschen seiner Fans war, versuchte sie zu vertrösten, indem er sagte: „Ich komme gleich wieder“. Dann setzte er sich ins Auto und wir fuhren los. „Ihr Job ist nicht gerade der leichteste“, sagte ich. „Wie meinen Sie das?“, fragte er neugierig und stellte das Radio ab. „Na ja, ich könnte mir vorstellen, dass es hier jeden Tag so abläuft...vielleicht nicht, dass sie jeden Tag verletze Nachwuchsspringer nachhause bringen müssen, aber die Fans...sie verfolgen Sie doch auf Schritt und Tritt, oder?“ Sven lächelte leicht. „Da haben Sie schon recht. Mit meinem eigentlichen Beruf hat das nichts mehr zu tun. Aber ich stehe nun mal in der Öffentlichkeit und damit muss ich dann auch leben. Im allgemeinen macht es mir nichts aus, nur in manchen Situationen wünscht man sich ein kleines bisschen mehr Rücksicht. Denn: Was wäre ich ohne meine Fans??“. Das war es also. Er hielt mich bestimmt auch nur für einen Fan. Deshalb ist er auch so nett zu mir, dachte ich mir. „Welche Hausnummer ist es denn?“, fragte er.  „35“, antwortete ich kurz. Nach einigen Minuten schweigen, waren wir auch schon angekommen. Sven stieg aus dem Wagen hinaus und wollte Oliver die Tür aufhalten. Dieser jedoch schlief tief und fest. Kurzerhand nahm er ihn auf den Arm und wartete bis ich die Tür aufgeschlossen habe. „Wohin soll denn der kleine Patient?“, fragte er lächelnd. „Eigentlich hat er oben sein Zimmer, aber die Treppen...dass ist jetzt wirklich nicht mehr nötig. Er kann auch auf dem Sofa weiterschlafen“, sagte ich und zeigte ihm den Weg ins Wohnzimmer. Nachdem er Oliver auch noch liebevoll zudeckte, ging er zurück zur Wohnzimmer Türe, wo ich am Rahmen lehnte und mir das Schauspiel ansah. Er kümmerte sich so rührend um Oliver, dass man denken könnte es wäre sein Sohn. „Möchten Sie noch etwas trinken, oder kann ich ihnen sonst noch etwas anbieten?“, fragte ich. Ich wollte nicht, dass er geht. „Nein, danke“, sagte er, „ich habe ja jetzt noch ein Date mit meinen Fans“, zwinkerte er mir zu. „Stimmt“, sagte ich lächelnd, „die darf man nicht warten lassen. Na ja dann ist es wohl an der zeit mich zu bedanken. Sie haben soviel für mich getan. Wie kann ich das nur gut machen?“. „Gar nicht. Es war ja wirklich kein Problem. Außerdem war es ja ein Notfall. Ich muss dann jetzt“ „ Vielen, vielen dank. Und Aufwidersehen.“, sagte ich als er schon am Auto stand und einsteigen wollte. Er fuhr los. Ich schaute ihm noch ein wenig nach, dann machte ich die Tür zu. Doch obwohl er weg war, ging er mir nicht mehr aus dem Kopf...

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