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Folge 6

 

Als ich zurück ins Wohnzimmer ging, war Oliver auch schon aufgewacht. Nun konnte ich endlich mit ihm sprechen, dachte ich. „Mensch kleiner! Was machst du denn für Sachen?“ Er sah noch immer sehr müde aus und zuckte nur mit den Schultern. „Ich habe mir tierische Sorgen um dich gemacht! Weißt du das? Wie geht es dir denn?? Hast du Hunger? Möchtest du was essen?? Oder was trinken?“ , fragte ich immer noch besorgt. „Nein ich habe keinen Hunger. Mein Kopf tut noch ein bisschen weh. Und ich bin so müde. Ich geh jetzt ins Bett. Liest du mir noch eine Geschichte vor?“, fragte er. „Natürlich mach ich das.“  Ich half ihm auf die Beine und wir gingen langsam die Treppe hoch. Er legte sich hin und ich begann eine Geschichte aus seinem Buch zu lesen. Ich hatte noch keine 2 Sätze gelesen, da war er auch schon wieder eingeschlafen. Ich blickte auf die Uhr. 17.00Uhr. So früh ist er noch nie freiwillig ins Bett gegangen. Na ja aber er sollte sich ja auch ruhig verhalten. Ich ging hinunter setze mich in den Sessel und schaute fern.  Plötzlich klingelte es an der Tür. Wer konnte das sein? Ich hatte keine Ahnung. Ich öffnete die Tür und blickte wieder in die schönsten blauen Augen des Universums, die ich schon von heute Nachmittag kannte. Es war Sven, doch er war nicht allein. Er hatte eine weibliche Begleitung bei sich. Ein hübsches junges Mädchen. Etwa in meinem Alter, lange dunkle Haare...  „Hallo“, sagte ich leicht perplex,  „Kommen Sie doch herein.“ „Guten Abend,“, sagte Sven. „Wie geht es dem kleinen?“, fragte er. Das wird ja immer schöner, dachte ich mir. Er kommt hier mit seiner Flamme an um mich zu fragen, wie es Oliver geht?? Na ja vielleicht hat er mit bekommen wie ich ihn angesehen habe und will mir damit nur deutlich machen wie hoffnungslos die Sache für mich ist. „Er schläft,“, antwortet ich knapp. „Das habe ich mir gedacht. Ist auch das beste für ihn. Ach ja. Darf ich vorstellen? Das ist meine Schwester Jeanette.“ „Hallo,“, sagte sie leicht schüchtern. Sven übernahm wieder das Wort. „ Ich wollte Sie fragen, ob Sie Lust hätten mit mir essen zu gehen. Jeanette passt so lange auf den kleinen Patienten auf.“  Essen gehen?? Mit diesem Prachtexemplar? Liebend gerne. Nur würde das mein gewissen sicherlich nicht aushalten, wenn ich mir einen schönen Abend mache und Oliver mit Schmerzen im Bett liegt. „Ich weiß nicht.“, sagte ich unsicher. „Ich an Ihrer Stelle würde auch lange überlegen. Allerdings denke ich, dass sie nicht wissen, dass ich Olivers Babysitter bin. Wenn ihr Bruder...Herr Goossens ist doch ihr Bruder, nicht wahr?“, fragte sie. Ich nickte. „Na ja ,“, sprach sie weiter, „wenn ihr Bruder Abends etwas vor hat, passe ich oft auf Oliver auf. Es wäre also gar kein Problem für mich. Und für Oliver sicherlich auch nicht.“ „Also gut,“, sagte ich, „ich ziehe mir nur kurz etwas anderes an.“ ...

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