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Folge 8

 

Wir schwiegen die ganze Autofahrt. Zum Glück waren es nur wenige Minuten. Länger hätte ich es auch nicht ausgehalten. Ich erwartete eine große Villa und schaute leicht verdutzt als Sven vor einem kleinen Häuschen neben einem Gästehaus und schräg gegenüber eines Friedhofes hielt.  Er stieg aus und hielt mir wieder die Autotüre auf. Er schloss die Wohnungstür auf, führte mich eine Treppe hinunter schloss wieder eine Tür auf und sagte: „ Bitte, nach dir. Willkommen in meiner kleinen Kellerwohnung.“, und schloss die Tür hinter sich. Ich schaute neugierig in alle Ecken, blieb aber still stehen. Sven lächelte und sagte: „ Du kannst dich ruhig umschauen.“ „Es tut mir leid, ich bin ziemlich unhöflich“, sagte ich und senkte den Kopf. „Warum?,“, fragte Sven, „ich an deiner Stelle hätte auch Luxus erwartet. Allerdings bin ich alleine und selten hier und dann mag ich’s eben doch lieber ein bisschen gemütlicher“, erzählte er mir als er mich in die Küche führte. Ich nickte. Ich konnte das schon sehr gut verstehen. „Möchtest du was trinken?“, fragte Sven immer noch ganz durchnässt. „Ja, danke. Ein wasser wäre nett,“, antwortete ich. Er schüttete mir ein Glas ein und verschwand dann um sich umzuziehen. Es dauerte keine 5 Minuten und ich konnte meinen Augen nicht trauen : Da stand er in der Türe, mit schwarzem Anzug...und seine blond gesträhnten Haare waren perfekt gestylt. „Ich wäre dann soweit“, sagte Sven. Ich stand auf und wir gingen. Als er die Haustür oben aufgeschlossen  hatte, machte er einen Schirm auf und drückte mich an sich. Es war ein wundervolles Gefühl, aber ich wusste, dass es nur was mit dem regen zu tun hatte. Er hielt mir die Autotür wieder auf. Als er im Auto saß fragte er mich: „ Wo soll es denn hingehen?“. „Ich habe keine Ahnung! Bin noch nicht solange in der Stadt um sagen zu können welches Restaurant gut ist,“, und zuckte verlegen mit den Schultern. „Na ja dann vertrau mir einfach,“, sagte er und fuhr los. Er brachte mich in ein nobles Restaurant und schien alle dort zu kennen. Alle begrüßten ihn schon von weitem. Wir nahmen einen kleinen Tisch in der hinteren Ecke. Es war schon sehr romantisch mit den ganzen Kerzen. Ich kam mir schon ziemlich beobachtet vor. Alle kennen Sven, er war ein Star... zum Glück waren keine jungen Fans von ihm da. Das hätte ja auch noch gefehlt. Wir bestellten etwas und Sven erzählte mir von sich und seiner Kindheit, seiner Begeisterung für den Sport und seinen ersten Sprüngen. Es war schon ziemlich spät, als er fragte: „ Kommst du noch auf ein Glas Wein mit zu mir? Du brauchst dir um Oliver keine Sorge machen. Jeanette ist ja bei ihm. Also? Bitte, ich würde mich sehr freuen.“ „Na ja okay. Aber nicht mehr soo lange, ja? Das kann ich deiner Schwester nicht antun.“ Er bezahlte und wir verließen das Lokal. Obwohl es nicht mehr regnete legte er seinen Arm wieder um mich. Ich hatte das Gefühl ich würde schweben. Als wir bei ihm ankamen, führte er mich ins Wohnzimmer und sagte ich solle es mir bequem machen. Er holte eine Flasche Wein und zwei Gläser. Wir sahen beim anstoßen tief in die Augen. Sven stellte sein Glas zurück auf den Tisch, nahm meine Hände in seine. Mir wurde gleichzeitig warm und kalt. „Du bist wundervoll, ich hoffe du weißt das?! Das ist mir schon aufgefallen, als ich dich beim einkaufen getroffen habe. Das mit dem Wagen war kein versehen, es war Absicht.“ Ich musste lachen. Es klang so absurd. Er nahm mein Gesicht in seine Hände. Was soll das werden? Er will mich doch nicht etwa ... küssen? Indem Moment klingelte mein Handy. Ich zuckte zusammen. Wer konnte das sein. Ich schaute drauf und es war eine Nummer die ich nicht kannte. „Es ist Jeanette,“ sagte Sven leicht enttäuscht, aber auch überrascht. „Soll ich rangehen?“, fragte er. Und er tat es. Was war passiert?

 

 

Anmerkung: Vielen Dank an anonym!

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