folge9 

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Folge 9:

„Was? Ja ist okay! Ich weiß bescheid. Ich denke, dass wir sofort kommen werden! Ja! Bis gleich“, sagte Sven leicht nervös. Er gab mir mein Handy wieder und klärte mich auf. „Oliver,“, sagte er, „ er hat hohes Fieber bekommen. Jeanette hat es schon mit Wadenwickel versucht, aber es scheint nichts zu helfen. Sie denkt, dass der kleine ins Krankenhaus muss. Allerdings wollte sie nichts hinter deinem Rücken unternehmen.“  Ich sprang fast auf und fing wie hysterisch an ihm Raum umherzulaufen um meine Sachen zu packen. „ich muss zu ihm. Ich muss sofort zu Oliver.“, wiederholte ich mich. „Ich bringe dich natürlich sofort hin,“, sagte Sven und nahm mich in den Arm als er sah, dass ich zu weinen anfing. Wir gingen zum Wagen und fuhren zu Oliver. Jeanette öffnete uns schon die Türe, als sie den Wagen hörte. „Ich...ich weiß auch nicht wie das passieren konnte. Es tut mir leid. Ich wollte euch ja nicht stören, aber was hätte ich den machen sollen?“, fragte Jeanette stockend. „Ist okay. Danke, dass du mich so schnell benachrichtigt hast. Ist er auf seinem Zimmer?“, fragte ich so ruhig wie möglich. Jeanette nickte und ich lief die Treppen hoch. Das Fieberthermometer zeigte 40°C an. Ohne nachzudenken griff ich zum Handy und rief einen Krankenwagen.  Oliver schien mich gar nicht wahrzunehmen. Auch Sven, der mir gefolgt war, versuchte es. Doch Oliver redete nur wirres Zeug und drehte sich von der einen zu anderen Seite. Kurze Zeit später kam auch schon der Krankenwagen. Es ging alles sehr schnell. Sven und Jeanette sind mit dem Auto hinterhergefahren, obwohl ich ihnen sagte, dass es nicht nötig sei. Auf dem Krankenhausflur eilten sie mir dann entgegeben. „Und?,“, fragte Sven. „Er wird grad untersucht. Ich weiß es nicht,“, antwortete ich. Es war schon weit nach Mitternacht. „Seit ihr nicht müde? Ihr könnt doch fahren. Ich bin ja hier. Ihr habt schon genug für mich getan. Ich bin euch wirklich sehr dankbar für alles,“, sagte ich in der Hoffnung, dass sie doch bleiben. Oder zumindest Sven. Mit Erfolg. „Nein,“, sagte Sven, „ich bleibe hier. Jeanette, was ist mit dir? Du hast morgen Frühschicht nicht wahr?.“ Jeanette nickte und sagte sofort: „Aber ich kann euch doch hier nicht allein lassen.“ „Geh nur Jeanette. Vielen Dank für alles,“, sagte ich. „Kein Problem. Ich hab ja eh nur schaden angerichtet,“, sagte sie. „Hey du weißt, dass das nicht stimmt,“, sagte ich. Doch Jeanette hatte sich schon umgedreht und war auf den Weg zum Auto. Sie nahm den wagen von Sven. Wie er nach hause kommen mochte war mir ein Rätsel. Dann ging die Tür des Untersuchungszimmers auf. Der zuständige Arzt lächelte mir zu und erklärte mir die Lage: „ Dem kleinen geht es den Umständen entsprechend gut. Er hat eine starke Grippe verschleppt. Wir müssen ihn wohl einige Tage hier halten. Er hat von uns ein Schlaf – und Fieber senkendes Mittel bekommen. Sie können jetzt ruhig nachhause fahren. Er wacht frühestens heute Mittag auf.“ Mit diesen Worten ging er auch schon und lies uns allein. Kurz danach kamen die Schwestern heraus, die das bett mit dem schlafenden Patienten über den Flur schoben. Wir gingen hinterher um zu sehen welches Zimmer. Dieses war sehr klein. Es passte gerade mal ein Bett und ein Stuhl hinein. Eigentlich schon zu klein für drei Personen. Trotzdem machte Sven keine anstallten zu gehen. Als die Schwestern gegangen sind, setzte Sven sich auf den Stuhl und sagte „ Setzt dich auf meinen Schoß. Dann passt es schon.“ Ich zögerte erst, doch dann siegte die Müdigkeit und ich setze mich auf meinen Schoß. Sven nahm mich in den Arm. Er merkte wohl, wie meine Kraft nachließ. Kurze Zeit später, schlief ich selig in seinen armen ein.     

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