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Folge 1:

 

Nun beginnt also mein neues Leben, dachte ich. Wenn auch nur für einige Wochen und Monate. Ich stieg aus dem Wagen meines Bruders, Mika, und holte tief Luft. Wir gingen zum Kofferraum trugen die Koffer in sein Haus. „Und gefällt es dir hier?“, fragt Mika. „Naja...Ich weiß nicht. Bin ja auch gerade erst angekommen.“ Sein Haus gefiel mir sehr gut, aber ob ich hier ewig bleiben möchte? Ehrlich gesagt, ich glaubte es kaum. Hinterzarten. Wer kennt das schon. Aber für 1-2 Monate ist es okay. Ich konnte Mika schließlich nicht hängen lassen und nach der frisch in die Brüche gegangenen Beziehung is es eine willkommene Abwechslung. Ich trat ins Wohnzimmer ein. Plötzlich hörte ich jemanden schreien- ziemlich laut und ganz in meiner Nähe. Ich zuckte zusammen und drehte mich um. Es war Oliver, der Sohn von Mika und der eigentliche Grund für  meinen Urlaub. Oliver war 8 Jahre alt. Seine Mutter und Mikas Frau starb vor knapp 7 Monaten bei einem Autounfall. Nun, wo Mika zur WM musste, spielte ich Kindermädchen. Mika hatte es eilig. Er zählte schnell die wichtigsten Dinge auf, die ich beachten musste, gab mir einen Kuss auf die Wange und war auch schon verschwunden. Wieder holte ich tief Luft. Die ganzen Koffer. Mitten im Weg. Es sah chaotisch aus. „Ich helfe dir“, sagte Olli mit einem süßen grinsen und versuchte sich gleich am größten Koffer, den er aber schnell mit einer kleinen Tasche tauschte und hoch in mein Zimmer brachte. Ich folgte ihm und da sagte er auch schon: „Ich werde jetzt abgeholt“.  „Ich weiß“, gab ich ihm zu verstehen. Olli ist ein leidenschaftlicher, kleiner Skispringer. Er trainiert jeden Tag. Manchmal 1, manchmal aber auch  2 Stunden. Ganz nach Lust und Laune des Trainers und je nach Wetterlage. Manchmal gingen sie aber auch in den Kraftraum. Gewichte für kleine stemmen. Gerade in diesem Moment hupte auch schon ein Wagen. Er stolperte fast die Treppe runter, schrie „Ciao“ und schlug die Tür hinter sich zu. Ich ließ mich aufs Bett fallen, starrte die Decke an und sagt zu mir: Packen wir es,Nicole“  Kurze Zeit später packte ich die Koffer aus, was allerdings ziemlich schnell ging und so entschied ich mich, einige Dinge einkaufen zu gehen. Der Laden war sehr eng und unübersichtlich - ich wollte schneller wieder raus als ich rein gekommen bin und deshalb schnappte ich mir schnell eine Packunkung Miracolie und eine Tafel Schokolade. An der Kasse träumte ich ein wenig herum. Die Kassiererin hatte wohl keinen guten Tag. Jedenfalls brauchte sie länger für 2 Kunden, als das ich meine 3 Koffer auspackte. Unsanft wurde ich aus meinem Träumen gerissen. Ein Wagen rammte mir mit voller Wucht in die Ferse. Ich jaulte kurz auf und drehte mich um. Was ich da sah, glich einem Engel. Ein schlanker junger Mann, dessen Haare blond, braun und rötlich schimmerten und seine Augen...so blau und so weit wie das Meer. Ich schätze ihn auf Ende 20. „ Ohhh“, sagte er, „es tut mir wirklich leid. Habe ich Ihnen sehr weh getan? Sorry“ Sein besorgtes Gesicht war irgendwie süß. „Nein, ist schon in Ordnung“, stammelte ich, bevor ich bezahlte und die Sachen draußen in meine Tasche packte. Noch immer wie in Trance von diesem Anblick, hörte ich plötzlich seine Stimme hinter mir. „Ist es wirklich nicht so schlimm? Es tut mir echt leid...“ Sein Blick hatte etwas von einem reumütigen Hund. Ich musste lachen und sagte ihm erneut, dass es nicht so schlimm ist. Doch dieses wurde von 2 aufkreischenden Mädels unterbrochen, die „Sveeeeeeeen“ schrien ehe sie schon vor ihm standen und ihn umgarnten. Ich ging, doch sein Anblick ging mir nicht mehr aus dem Kopf...

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